Archiv für Dezember 2008

Auswertung 2008

Dienstag, 30. Dezember 2008

Es ist immer wieder erstaunlich, was wir so alles schaffen. Als wir unsere drei Schwerpunkte für 2008 formulierten, hatten wir nicht in allen Teilen die Klarheit, ob unsere Manpower das auch alles zuläßt. Heute können wir sagen: Wir haben sogar deutlich mehr geschafft.

Die drei Schwerpunktflächen sind derzeit wieder anschauenswert. Nachdem wir an der Hofer Str. erst eine Not-Entwässerung mit Einsatz von Technik umsetzten, fand sich im Laufe des Sommers bei der 3. Versteigerung doch ein neuer Besitzer. Und der beräumte die Ex-Barackenruinen-Fläche und füllt nun Muttererde auf. So ist diese frühere Müllhalde auf dem Weg der Besserung.

Die Brachfläche Peterstr. Ecke Hainstr. (immerhin fast 3000 m²) wurde im April zusammen mit der Stadtteilgenossenschaft ein zweites Mal nach 2007 beräumt. Danach entfernten wir erst manuell und dann mit Unterstützung von schwerer Technik des ASR das ganze hochgewachsene und verholzte Unkraut. Mehrere Schnitte und das Auffüllen der großen Dellen mit Muttererde (unter Hilfe von Technik des Landschaftsbaubetriebes Wuttke) machten aus der Müllhalde eine ansehenswerte Grünfläche.

Im Karree 67 rekultivierten wir ein völlig zugewachsenes Grundstück und schnitten auf mehreren Grundstücken regelmäßig das Grünzeug. Anderen Besitzern wie der GGG traten wir dauerhaft auf die Füße, ihren Pflegeaufgaben nachzukommen. Selbst für die vermüllte Sitzecke fand das Tiefbauamt gegen Ende des Jahres endlich eine brauchbare Reinigungslösung. Insgesamt wirkt das Karree heute so, wie es das Umbau-Projekt eigentlich angestrebt hatte - es hat Parkcharakter.

Unseren Lessingplatz (die eine Hälfte) pflegen wir nun schon 1 1/2 Jahre. Und das sieht man - dauerhaft. 250 Arbeitsstunden wurden da übers Jahr geleistet. Der Rasenaufbau kam erst gut voran, scheiterte dann aber an den Nutzern der Fläche - man spielte Fußball auf den zarten Halmen. Von wenigen Stellen abgesehen ist dieser Versuch mißlungen, auch wegen der Bodenbeschaffenheit. Hier muß nun doch erst Muttererde aufgetragen werden und die Ansaat erneut versucht werden.

Die 1103 Baumscheiben im Stadtteilgebiet können zurecht als zumindest gepflegt bezeichnet werden. 9.000 € für die Grundreinigung und bisher ca. 5.000 € für die Nachpflege brachten eine sichtbare Veränderung. Dieses Projekt werden wir bis Mitte 2009 fortsetzen, um auch die restlichen Zahlen klar definieren zu können. Schon heute kann man sagen, daß 250.000 € reichen würden, um alle 23.400 Straßenbäume von Chemnitz endlich einmal wieder in diesen grundgepflegten Zustand zu versetzen. Wenn auch die Stadtverwaltung sich bei unserem Versuchsprojekt verweigerte, vielleicht nutzt sie wenigstens unsere Erfahrungen, um sie im Stadtgebiet anzuwenden.

Im weiteren haben wir auch andere Flächen im Stadtteil rekultiviert, so wie ansatzweise das Eckgrundstück Sophienstr. (das geht bei besserer Witterung weiter) oder abschließend die Grundstücke Tschaikowskistr. 53/55. Hier übernahm die GGG wenigstens einen Teil der Kosten und den Abtransport von Müll und Grünschnitt.

Alles in allem haben unsere Arbeitsstunden in 2008 auf dem Sonnenberg einen gewerblichen Wert von 52.000 €. Bis Ende Juni hatten wir ja auch das Unrat-Auflesen in der Projektzone täglich praktiziert. Das stellten wir nach fast zwei Jahren Dauer ein, weil andere Aufgaben unsere Kräfte erforderten.

Unsere Vorhaben für 2009 sind im Wachsen. Derzeit prüfen wir die Machbarkeit. Wir werden weiter darüber berichten.